Die Geschichte von dieses Charterschiff und Segelklipper

Die Johanna Engelina wurde 1897 in Middelburg zu Wasser gelassen, wahrscheinlich unter dem Namen Daniël Jacoba. Der Auftraggeber entschied sich damals für eine schweres und robustes Schiff, um Fracht zwischen den damaligen seeländischen Inseln zu transportieren. Die dortigen Gewässer waren als ungestüm bekannt und nur einem wirklich seetüchtigen Schiff konnte hier ein langes Leben beschieden sein. Die Johanna Engelina erhielt betrdchtliche Maße (eine Länge von 38 m und eine Breite von 7,5 m) und war dußerst solide und massiv aus dickem Stahl konstruiert. Bei kürzlichen Umbauten wurden Konstruktionen entdeckt, die selbst einem echten Hochseeschiff würdig wdren. Messungen ergaben, dass der Rumpf noch immer 8 mm dick ist.

Nach ihrem Stapellauf transportierte die Daniël Jacoba Bulkladungen wie Sand, Dünger, Getreide und andere Landbauprodukte und fuhr selbstverständlich nur mit Hilfe der Segel; ein Motor wurde erst in den 30er Jahren eingebaut.

Ein Foto aus dem Jahre 1907 zeigt die Daniël Jacoba, voll beladen, wie sie wahrscheinlich das Haringvliet durchkreuzt. Wer genau hinschaut sieht, dass man damals nur wenig Segel einsetzte. Dem Zeitgeist entsprechend ging alles wohl ein bisschen geruhsamer als heute.

Nach dem Einbau eines Motors in den 30er Jahren verschwanden die Segel Stück für Stück und es gab nun ein Steuerhaus auf dem Hinterdeck. Laut Messbrief wurde das Schiffe zwischen 1960 und 1977 fünf Mal umgetauft: erst Pieter, danach Jo-Ba, dann Rita, später Josi und schließlich Johanna Engelina.

Ende der 70er Jahre entdeckten Jelte und Annelies Toxopeus die Josi, die auf einem Kanal mit einem großen Kran auf dem Vorderschiff als Umladeschiff diente und zum Verkauf stand.

Der Grund für den Verkauf des Schiffs war sehr tragisch. Die Tochter des damaligen Besitzers war einige Monate zuvor bei einem Verkehrsunfall umgekommen und der zu tiefst trauernde Vater wollte sich von dem nach seiner Tochter benannten Schiff trennen. So wurden Jelte und Annelies Toxopeus die neuen Eigentümer.

Sie nutzten das Schiff zundchst zum Wohnen. Da Jelte bei der Wasserbau-Behörde an den Deltawerken arbeitete, konnte die neue Unterkunft gleich neben dem Arbeitsplatz liegen. Damals benannten sie das Schiff auch um in "Johanna Engelina", nach den Vornamen ihrer beiden Mütter.

Sie behielten das Schiff bis 1994, beschlossen jedoch die "Johanna Engelina" zu verkaufen nachdem sie die Schiffe "Nirwana" und "Waterwolf" erworben hatten.

Jan Schoen wurde der neue Eigner bis Laurens Sinaasappel 1998 das Schiff von ihm übernahm.


© 2018 l'Orange CV / Johanna Engelina